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Old 06-21-2009
indeedindeed
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Default St. Petersburg Times special june 09

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Originally Posted by Apotheker
Can we have a translation of this? France and german too? Send it out to the news...
getting to it.

original here: Scientology: The Truth Rundown, Part 1 of 3 in a special report on the Church of Scientology - St. Petersburg Times

This is a complete first draft of the first article. Any proposals for improvement are welcome.

Quote:
Scientology: Der Truth Rundown, Teil 1 von 3 einer Sonderreihe zur Church of Scientology

Von Joe Childs und Thomas C. Tobin, Times Staff Writers
21. Juni 2009

Teil EINS von DREI

Der Anführer der Church of Scientology betrat den Raum mit einem Ghettoblaster und einer Bekanntmachung: Zeit für das Spiel "Reise nach Jerusalem".

Seit Wochen hatte David Miscavige mehr als 30 Mitglieder des hochrangigen Staff der Church in einem kleinen Bürogebäude ausserhalb Los Angeles festgehalten, ohne die Möglichkeit zu gehen, ausser um zu duschen. Sie schliefen auf dem Boden, ihr Essen wurde reingebracht.

Ihre Aufgabe bestand darin, strategische Pläne für die Church zu entwickeln. Doch der Anführer verwarf jede Idee und beschimpfte sie als inkompetent und als Feinde, sowohl von ihm als auch der Church.

Zeigt eure Hingabe indem ihr die "Reise nach Jerusalem" gewinnt. Alle anderen - Verlierer, ihr alle - werdet auf Scientology-Aussenposten rund um die Welt verbannt werden. Wenn das Familientrennung bedeutet, traurig, aber kann man nichts machen.

Zur Musik von "Bohemian Rhapsody" der Gruppe Queen spielten sie die ganze Nacht über, wanderten in einem Konferenzzimmer umher in ihren Navy-artigen Uniformen, erwachsene Männer und Frauen kämpften miteinander um Sitzplätze.

Am nächsten Abend, dies war Anfang 2004, versammelte Miscavige die Gruppe und schlug aus heiterem Himmel einen Manager namens Tom De Vocht, warf ihn zu Boden und fuhr fort, ihn zu schlagen. De Vocht ließ die Schläge und die Demütigung schweigend über sich ergehen - so nahmen auch andere hochrangige Mitglieder die Angriffe des Anführers hin.

Dieser Bericht stammt von hochrangigen Mitgliedern, die jahrzehntelang Schlüsselfiguren in Scientologys mächtigem inneren Kreis waren. Marty Rathbun und Mike Rinder, die höchstrangigsten Mitglieder, die die Church je verlassen haben, äussern sich zum ersten Mal.

Zwei weitere ehemals hochrangige Mitglieder, die ausgestiegen sind, stimmten ebenfalls Interviews mit der St. Petersburg Times zu: De Vocht, der jahrelang dem spirituellen Hauptquartier der Church in Clearwater vorstand und Amy Scobee, welche dabei half das Celebrity Netzwerk von Scientology aufzubauen, das solchen Leuten wie John Travolta oder Tom Cruise dient.

Einer nach dem anderen verließen die vier Abtrünnigen das einzige Leben, das sie kannten. Dass Rathbun und Rinder sich äussern ist eine verblüffende Wendung, denn sie gehörten mit zu Miscaviges engsten Mitarbeitern, ähnlich wie Haldeman und Ehrlichman sich zu Nixon verhielten.

Jetzt gewähren sie einen nie zuvor dagewesenen Einblick in die höheren Ränge der streng kontrollierten Organisation. Sie enthüllen:

* Körperliche Gewalt durchdrang Scientologys internationales Management-Team. Miscavige gab den Ton vor und griff regelmäßig seine [unmittelbaren] Untergebenen an. Rinder sagt, der Anführer habe ihn über 50 mal angegriffen.

Rathbun, Rinder und De Vocht geben zu, dass auch sie ihre Kollegen angegriffen haben, um Loyalität gegenüber Miscavige und ihren Eifer unter Beweis zu stellen.

* Staff-Mitglieder werden diszipliniert und kontrolliert durch ein mehrschichtiges System "geistlicher Justiz". Dies schließt das öffentliche Eingestehen von Sünden und Verbrechen vor einer Gruppe Mitglieder ein, das Angewiesen werden, vollgekleidet in einen Pool zu springen, sich peinlichen "Sicherheits-Checks" stellen zu müssen oder auch, noch schlimmer, als eine "unterdrückerische Person" isoliert zu werden.

An der Spitze der Hierarchie ist Miscavige, mit einer solchen Machtfülle, dass Manager seinen Anweisungen, wie bizarr sie auch sein mögen, mit Lemming-ähnlichem Gehorsam folgen.

* Staff-Mitglieder der Church verschleierten wie sie die Pflege von Lisa McPherson in den Sand setzten, einer Scientologin, die starb, nachdem sie sie 17 Tage lang im Fort Harrison Hotel in Clearwater in Isolation gehalten hatten.

Rathbun, den Miscavige angewiesen hatte mit den Folgen des Falls umzugehen, gibt zu, dass er die Vernichtung belastenden Beweismaterials anordnete. Er und andere enthüllen ausserdem, dass Miscavige eine beschämende Fehleinschätzung in Bezug auf McPhersons Scientology [Training] unterlief.

* Mit Miscavige am Ruder und Rathbun als einer derjenigen, die an seiner Seite waren, brachte die Church das IRS dazu, Scientology steuerbefreiten Status zu gewähren. Rathbun wirft ein neues Licht auf einen der krönenden Augenblicke in der Geschichte der Church und berichtet davon, wie eine aussergwöhnliche Kampagne öffentlichen Drucks mit Unterstützung von tausenden Klagen von statten ging.

* Um die Einkünfte zu erhöhen, wendete sich Miscavige langjährigen Mitgliedern zu und drängte sie dazu, Material zu kaufen, das die Church als ein Muss vermarktet, als verbesserte helige Schrift.

Vertreter der Church streiten die Anschuldigungen ab. Miscavige habe kein einziges Staff-Mitglied geschlagen, nicht ein einziges Mal, heisst es von ihrer Seite.

Am 13. Mai bat die Times darum, Miscavige am Telefon oder direkt zu interviewen und wiederholte diese Bitte mehrfach innerhalb der letzten fünf Wochen. Vertreter der Church meinten, dass Miscaviges Terminkalender vor Juli kein Interview ermöglichen würde.

Um 5:50 pm am Samstag mailte Miscavige der Times, um gegen die Entscheidung der Zeitung Protest einzulegen, zu veröffentlichen anstatt darauf zu warten, dass er für ein Interview zur Verfügung stehe. In seinem Brief hieß es bezogen auf die Aussteiger, er werde Informationen zur Verfügung stellen, die ihre "Glaubwürdigkeit vernichten" würden. Sprecher der Church sagten, dass Miscavige von Millionen von Scientologen verehrt werde und dass er die Church durch ein Vierteiljahrhundert des Wachstums geführt habe.

Die Aussteiger seien Lügner, sagen sie, bittere vom Glauben abgefallene Menschen, die alte Anschuldigung aus dem Internet ausgegraben hätten und die Wichtigkeit der Positionen übertrieben hätten, die sie in Scientologys entschlossener Arbeitstruppe Sea Org innehatten. Sie sagen, es seien die Abtrünnigen gewesen, die körperliche Gewalt gegen Staff-Mitglieder angewandt hätten und dass Miscavige, nachdem er das herausgefunden hatte, dem einen Riegel vorgeschoben und sie herabgestuft habe.

Sie meinen, dass die Abtrünnigen nun Miscavige stürzen wollten, um selbst die Kontrolle über die Church zu übernehmen.

Die Abrünnigen bestreiten das. Sie sagen, dass sie sich deshalb äussern, weil [das Verhalten von] Miscavige enthüllt werden müsse.

Rathbun meint, dass die Mishandlungen des Staff durch den Anführer für ein Abwandern von Managern und für eine Lähmung der Zurückgebliebenen gesorgt habe. "Es wird chaotisch, weil ... keine Form von Organisiertheit existiert. Niemand wird respektiert, weil er dauernd Leute verächtlich macht und sie schlägt."

"Ich möchte nicht, dass Leute weiter verletzt werden und reingelegt und belogen" so Rinder. "Ich habe es während meiner Zeit in der Church nicht geschafft, etwas zu verändern, weil mir der Mut dazu fehlte.

"Aber ich glaube, dass diese Mishandlungen ein Ende finden müssen ... Diese Fäulnis, die innerhalb Scientologys erzeugt wird, ist in Wahrheit zerstörerischer für die Scientology-Bewegung als alle äusseren Faktoren."

SCHLÄGE: Beliebig, aus Launen heraus

Miscavige, 49, ist fit und gebräunt, sein klassisches Aussehen wird durch intensive blaue Augen noch verstärkt. Er ist eher klein, etwas über 1,60, doch stämmig, mit einem dazu passenden festen Händedruck.

Seine Stimme, resonant und stark, kann eine Menge von Tausenden fesseln. Viele nennen ihn "COB", weil er Vorstandsvorsitzender ("chairman of the board") der Entität ist, die Scientology schützt, gegründet von L. Ron Hubbard im Jahr 1954.

"Er ist einer der fähigsten, intelligentesten Menschen, denen ich je begegnet bin" sagt Rathbun. "Aber L. Ron Hubbard hat gesagt, dass die Intelligenzskala nicht unbedingt mit der Skala für geistige Gesundheit parallel läuft. Adolf Hitler war brillant. Stalin war brillant. Sie waren Genies. Aber sie waren auch, auf einer gewissen Ebene, vollkommen wahnsinnig."

Rathbun, Rinder, Scobee und De Vocht zufolge haben sie sich an Wahnsinn beteiligt und waren Zeugen davon, von der "Reise nach Jerusalem" bis zu wiederholten körperlichen Mishandlungen.

Was löste Miscaviges Ausbrüche aus? Die Opfer hatten üblicherweise keine Ahnung.

"Wenn es nicht die Antwort war, die er hören wollte, flippte er aus," so De Vocht. "Wenn es dem widersprach, wie er dachte, flippte er aus. Wenn er fand, dass jemand sich als besonders clever darstellen wollte oder es eine bessere Antwort war als seine, dann flippte er aus."

Rathbun und Rinder listen die hochrangigen Mitglieder auf, die sie Miscavige angreifen sahen:

Marc Yager: Mindestens 20 mal.

Guillaume Lesevre: Mindestens 10 mal.

Ray Mithoff: Rathbun sagte, Miscavige "schlug diesen Typen regelmäßig sehr hart mit geöffneter Hand auf die Oberseite des Kopfes. Oder er griff ihn am Nacken und warf ihn zu Boden."

Norman Starkey: "Direkt auf dem Parkplatz schlug (Miscavige) ihn komplett zusammen, brachte ihn zu Boden und trat dann auf ihn ein, während er am Boden lag", so Rathbun.

Er sagte, er habe gesehen wie Rinder "mindestens ein dutzendmal verprügelt wurde, nur in diesen letzten vier Jahren. ... das war manchmal ziemlich übel."

Dazu Rinder: "Yager war wie ein Boxsack. Ich auch."

Er fügte hinzu: "Es ging dabei nicht um den körperlichen Schmerz. Es ging um die Demütigung und die Machtdemonstration. ... Es geht um die Tatsache, dass die Machtdemonstration, die man erfährt - ins Gesicht geschlagen werden, getreten werden - und dass man dagegen nichts tun kann. Wenn man es versuchen würde, wäre das ein Angriff auf den COB.

"Es war wie beliebig und aus Launen heraus. Es konnte an deinem Gesichtsausdruck liegen. Oder am Ausbleiben einer schnellen Antwort auf eine Frage. Aber eine Bestrafung war es in jedem Fall."

Scobee sagt, dass Miscavige sie nie geschlagen habe, genausowenig sonst eine Frau, aber sie war Zeugin vieler Übergriffe, inklusive desjenigen als der Anführer Rinder würgte bis sein Gesicht einen lila Farbton annahm. Rinder bestätigte diese Darstellung.

De Vocht schätzt, dass er zwischen 2003 und 2005 bis zu 100 mal gesehen hat, wie Miscavige Staff-Mitglieder schlug.

Rathbun, Rinder und De Vocht geben zu, dass auch sie wiederum andere geschlagen haben. Im Januar 2004 fiel Rathbun über Rinder her und musste von mehreren Staff-Mitgliedern zurückgehalten werden.

"Ja, diesen Vorfall gab es" sagte Rinder. "Das war nicht das einzige Mal, dass Marty oder ich in irgendeine Form von körperlicher Gewaltanwendung gegen Leute verwickelt waren."

Er erinnerte sich daran, wie er ein Staff-Mitglied der Church am Kragen packte und gegen die Wand drückte und Druck auf dessen Kehle ausübte.

Rathbun sagt, er habe oft und viele Leute angegriffen, darunter Vorfälle, bei denen er Lesevre über einen Tisch schmiss, gegen Starkeys Ohren schlug und Yager eine Treppe runterwarf - alles, so Rathbun, auf Anweisung Miscaviges. Er sagte, er habe ein anderes Staff-Mitglied gegen die Karosserie eines Taxis am internationalen Flughafen von Los Angeles geworfen. Als sich eine Menge ansammelte, um zuzusehen, ballte er seine Faust und sagte ihm, er müsse seine Einstellung ändern.

De Vocht sagte, er habe "eine Reihe von Leuten geschlagen" während einer von vielen Sitzungen, in denen Manager ihre Verfehlungen gegenüber ihresgleichen eingestanden, ein Treffen, bei dem es zu Tumulten kam und körperlichen Auseinandersetzungen. Inzwischen beschämt von seinem damaligen Verhalten, erläutert er, wie er es damals rationalisierte: "Wenn ich nicht angreife, werde ich angegriffen. Es ist ein Überlebensinstinkt in einer merkwürdigen Situation, in der sich niemand befinden sollte."

Alle vier Aussteiger sagten, der Anführer habe eine Kultur des Umgangs etabliert, die körperliche Gewalt beförderte.

"Das war die akzeptierte Art und Weise geworden, wie Dinge erledigt wurden", so Rinder. "Wenn COB es machte, dann war es auch für jeden anderen ok, es zu tun."

Laut Rinder war Rathbun derjenige, der Miscaviges Anweisungen durchsetzte. "Wenn es irgendeine schmutzige Arbeit gab, die Dave nicht machen wollte, schickte er Marty, um das an seiner Stelle zu erledigen."

Rathbun leugnet das nicht. Es ist schwierig zur Wahrheit zu gelangen, sagte er, "ausser man spricht mit jemand, der Schmutz an den Händen hat. Und ich gebe offen zu, dass ich Schmutz an den Händen habe und fühle mich deswegen fürchterlich. Deshalb tue ich das, was ich tue."

Rathbun war von Miscaviges Angriffen nicht ausgenommen. "Einmal griff er mich am Nacken und schlug meinen Kopf gegen die Wand."

Niemand wehrte sich.

"Es ist so, er hat da diese riesige Begleitmannschaft", sagte Scobee. "Er ist der 'Retter' von allem, weil er alle raushauen muss, weil wir alle inkompetente Arschlöcher sind, das erzählt er uns wiederholt.

"Du hast kein Geld. Du hast keine Arbeitserfahrung. Du hast gar nichts. Und er könnte Dich auf die Strasse setzen und Dich ruinieren."

Tommy Davis, Sprecher für die Church, sagte, die Aussteiger würden lügen. Als Antwort auf Rinders Behauptung, dass Miscavige ihn circa 50 mal geschlagen habe sagte David: "Er lügt völlig."

Yager, Starkey, Mithoff und Lesevre sagten alle der Times gegenüber mit Entschiedenheit, dass Miscavige sie niemals angegriffen habe.

Davis zeigte eidesstattliche Erklärungen, in denen Rathbun und Rinder, als sie noch in Scientology waren, den Anführer als herausragende Person priesen und ganz entschieden Gerüchte dementierten, dass er Staff-Mitglieder mishandelt habe.

Davis verwies auf einen Bericht der Times von 1998, in dem Miscavige dieselben Gerüchte zurückgewiesen hatte. Rathbun unterstützte ihn und meinte, dass er in 20 Jahren, die er mit Miscavige zusammengearbeitet habe, niemals gesehen habe, wie der Anführer irgendjemandem gegenüber gewalttätig geworden sei.

"Das liegt nicht in seinem Temperament", so Rathbun damals. "Er hat genug persönliche Stärke, so dass er nicht auf solche Methoden zurückgreifen muss."

"Das war die größte Lüge, die ich Ihnen je erzählt habe" sagt Rathbun heute.

Davis spielte ein Video ab, das eine Konfrontation zwischen Rinder und einem BBC Reporter in London 2007 zeigte, kurz bevor Rinder die Church verließ. Der Reporter fragte wiederholt nach den Gerüchten betreffs Miscavige, die Rinder wütend als "Müll" zurückwies.

Heute sagt Rinder, er habe gelogen, um die Church zu schützen und dass seine Loyalität zu Miscavige fehlgeleitet gewesen sei. Er meinte, er habe damals das getan, was Miscaviges Staff heute macht: "Leugne es einfach ab. Nö. Nicht wahr. Ist nie passiert."

Die Church of Scientology beschreibt sich selbst als tätig für "eine Zivilisation frei von Wahnsinn, ohne Kriminelle und ohne Krieg, wo die Fähigen gedeihen können und ehrliche Wesen Rechte haben können und in der es der Menschheit frei steht, nach Höherem zu streben."

Scobee sagt, dass Miscavige sich nicht an das halte, was Scientology vorgebe. Er benenne Mitglieder der Church nach Gutdünken als Feinde, was dazu führt, dass jeder Kontakt mit Familien und Freunden, die noch in Scientology sind, verboten ist.

"Man kann sich nicht als religiösen Führer bezeichnen, wenn man Leute schlägt, wenn man sie einsperrt, wenn man Familien zerstört" so Scobee. "Wenn ich Scientology zerstören wollte, würde ich David Miscavige genau da lassen, wo er ist, denn er erledigt diesen Job ganz hervorragend."

Rufmord

Das ist es, was die Aussteiger Miscavige antun laut einem Team zweier Anwälte der Church und zweier ihrer Sprecher.

Rathbun, Rinder, De Vocht und Scobee: Sie alle haben bei ihrer Arbeit versagt, Regeln der Sea Org verletzt und waren ethisch suspekt, so das Team. Man stelle diese vier Versager einem Mann von Miscaviges Statur gegenüber und es ist klar, wer glaubwürdig ist und wer nicht.

"Es geht nicht darum, dass es ihre Version und unsere Version gibt. Es geht darum, dass das nie passiert ist", sagte Monique Yingling, eine nicht-scientologische Anwältin, die die Church seit über 20 Jahren vertreten hat. "Es gibt eine Story hier, und es ist nicht die, die man Ihnen erzählt hat."

Während die Anwälte und Sprecher Miscavige verteidigten und versuchten, seine Gegner zu diskreditieren, benutzten sie Materialien aus den "Ethikakten" der vier Aussteiger - Beichten, Reuebekundungen und Klagen, die die Church aufbewahrt, um ihr Versagen zu dokumentieren.

Die Dokumente erlauben Einblick in die Welt der Justiz innerhalb der Church, die Aussenseiter selten zu Gesicht bekommen. Dieses Ethiksystem treibt Scientologen dahin an, produktiv zu bleiben. Es beruht auf der Idee, dass jede menschliche Aktivität zu jedem Zeitpunkt auf eine Statistik reduziert werden kann und dass alles - eine Gruppe, eine Person, die Arbeitsstelle von jemand oder die Ehe - gemessen werden kann und einem von 12 "Zuständen" zugeordnet werden kann.

Die unteren Zustände schließen "Verwirrung", "Verrat" und "Feind" ein. Der höchste Zustand ist "Macht", gefolgt von "Machtwechsel" und "Überfluss".

Um die Ethikleiter emporschreiten zu können muss die betroffene Person Beichten oder selbstanalytische Memos verfassen, die "Formeln" genannt werden, über sie heisst es, dass sie in der Lage sind, das Individuum zu verbessern, indem er oder sie aufschreibt, was schief läuft. Diese Memos dienen der Church ausserdem als eine Quelle von Schriftstücken, um sie gegen Mitglieder zu verwenden, die sich gegen Scientology wenden.

Es werden weitere Dokumente geschrieben, wenn eine Person gehen möchte oder "blowen", wie es genannt wird.

Im Jahr 1959 schrieb Hubbard eine Richtlinie, derzufolge es sich beim Fortgehen um eine Art noble Geste handelt, die dann passiert, wenn die Person ansonsten nicht umhin käme, der Church Schaden zuzufügen. Um das Fortgehen zu rechtfertigen, so glaubte Hubbard, denkt sich die Person schlechte Sachen aus, die sie dann über die Church sagt.

Jeder, der geht, hat "Overts" (schädliche Handlungen), gegen die Church getätigt und schweigt darüber. Sie Church ist verpflichtet, solche Leute dazu zu bringen, reinen Tisch zu machen, so Hubbard, da das Schweigen über Overts gegen Scientology zum Selbstmord oder zum Sterben an einer Krankheit führen kann. Sie müssen ihre Verfehlungen aufschreiben, um ein gutes Verhältnis zur Church zu behalten, wenn sie gehen.

Yingling und Davis sagten, die Church habe keinen Spaß daran, Dokumente aus den Ethikakten zu verwenden. Aber nachdem die vier Aussteiger sich gegen Miscavige geäussert hätten, hätten sie keine Wahl mehr gehabt, meinten Anwalt und Sprecher.

Sie zeigten Dokumente, die aufzeigten, dass Scobee gegen Sea Org Regeln betreffen "romantische Verwicklungen ausserhalb der Ehe" verstoßen habe. Laut Scobee übertreibt die Church damit.

Sie gibt zu, dass sie gegen die Regeln verstoßen habe, indem sie eine sexuelle Handlung im Zimmer eines Supervisors vollzog, aber sie hob hervor, dass der beteiligte Mann ihr zukünftiger Ehemann gewesen sei. In einem weiteren Dokument hieß es, dass sie im Jahr 1998 "eine Beziehung" mit einem Mann, der nicht ihr Ehemann war, begonnen habe. Scobee sagte, es sei ein nicht-scientologischer Elektriker gewesen, der sie gebeten hätte, mit ihm abzuhauen. Sie sagte, sie habe es abgelehnt und es einem Supervisor berichtet, sie sei aber dennoch Disziplinarmaßnahmen unterzogen worden.

Ein Dokument vom Juli 2003 erwähnte schlechte Leistungen und erklärte, dass sie ungeeignet sei auf der Basis in Kalifornien zu arbeiten.

Scobee hält dem entgegen, dass die Church sie mehr als 20 Jahre lang in verantwortlichen Positionen einsetzte. 1996 wurde sie in einem Magazin der Church als einer der "bewährtesten" und "hingebungsvollsten" hochrangigen Mitglieder in Scientology bezeichnet.

"Die Sache ist, dass es egal ist, ob ich Gott war oder eine nachlässige Hausmeisterin", sagte Scobee. "Ich habe gesehen, was ich gesehen habe."

De Vocht war in einem Zustand von "Verrat" als er in 2004 ein Memo verfasste, indem es hieß, er habe ein Grundstücksgeschäft in Clearwater abgeschlossen, dass zu 1 Millionen Dollar Verlusten für die Church geführt habe. In einem Brief von 2002 gestand er Miscavige gegenüber ein, 10 Millionen Dollar aus Fonds der Church durch Verschwendung und zu hohen Ausgaben bei zwei Projekten verschwendet zu haben.

Zu diesen Dokumenten befragt, meinte De Vocht, dass die schriftlichen Inhalte der Ethik Formeln ein Zeichen der verzerrten Umgangsformen gewesen seien, für die Miscavige und nicht die Wirklichkeit verantwortlich gewesen sei. "Man sagt, was immer man sagen muss, um kooperativ zu erscheinen. Das ist nicht freiwillig. Es geht darum, sich selbst zu schützen und sich anzupassen, um nicht geschlagen zu werden."

Miscavige zu loben sei Teil der Formel gewesen, so De Vocht. "Er ist unser Papst, unser Anführer und er kann sich nicht irren. ... Falls man sagt 'Ich werde alles tun, was ich kann, um es hinzubiegen', dann kann es sein, dass man damit durchkommt. Man hat keine andere Wahl als sich zu verbeugen und zu sagen, Du hast recht und ich liege falsch."

Die Church sagt, dass Rinder, jahrzehntelang Sprecher für Scientology, ein unheilbarer Lügner ist. In seinen Ethikakten gibt Rinder 43 mal zu, gelogen zu haben, der Church zufolge.

"Das war ein echtes Problem, Mikes Hang zum Lügen ... . Er hatte offensichtlich ein Problem mit der Wahrheit", so Davis, Nachfolger von Rinder als Sprecher.

Nachdem er abgestritten hatte, dass Miscavige ihn oder jemand anderen geschlagen hatte, lügt Rinder jetzt, sagte Yingling. "Er ging, weil er herabgestuft wurde ... Jetzt ist er verbittert und hat in seiner Verbitterung die eine Beschuldigung ergriffen, die er soviele Jahre lang so vehement bestritten hat."

Davis fügte hinzu: "Eine der Äusserungen, für die er bekannt war, lautete: 'Nun, wenn ich so schlimm bin, warum werde ich weiter darum gebeten, Sachen zu erledigen?' Kennen Sie die Antwort auf diese Frage? ... Die letztliche Antwort auf diese Frage lautet 'Mike, weisst Du, Du hast recht. Warum weiter bitten.' Und wir hörten damit auf, ihn zu bitten. Und dann ging er und niemand lief ihm nach."

Wie die anderen Aussteiger ist auch Rinder sich sicher, dass er geschrieben hat, was immer in den Ethikakten steht, doch er sagt, dass diese Eingeständnisse bedeutungslos seien, sie seien nur das, was seine Vorgesetzten hören wollten. "All diese Dinge wurden mit dem Gedanken geschrieben, ein gutes Verhältnis zu erreichen oder sich einzuschmeicheln."

Davis meinte, Rinder sei nicht in der Lage mit seinem Fall von seinem Posten als Sprecher einer internationalen Kirche zu seiner jetzigen Arbeitsstelle umzugehen.

"Mike ging. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass er verbittert ist", sagte Davis. "Das ist der Typ, der mit den großen Hund im hohen Gras rannte ... ein sehr aufregends Leben. Und jetzt verkauft er Autos und das muss ein enormer Schock gewesen sein."

Die Church stellte eine Reihe von Seiten aus Akten zur Verfügung, die über Rathbun geführt wurden. Darunter: Ein Brief von 1994, in dem es hieß, er habe den Truth Rundown abgeschlossen - eine von vielen Arten von Geständnissitzungen - und er habe sich dafür entschuldigt, die Church ein Jahr zuvor kurz verlassen zu haben; drei Beichten über das Schlagen und Beleidigen von Staff-Mitgliedern in dutzenden Fällen; und Dokumente, in denen er eingesteht, Situationen fehlerhaft behandelt zu haben.

In einem Schriftstück von 2003 schrieb Rathbun eine "öffentliche Bekanntmachung", in der er zwei Jahrzehnte von Fehlleistungen schildert, darunter: Sich wichtiger zu machen als er war, Miscavige mehr Arbeit zu machen, Mismanagement von Staff-Mitgliedern und wichtige Aufträge in den Sand zu setzen, inklusive des lang-anhaltenden Duells der Church mit dem IRS.

Rathbun sagt, er habe das geschrieben, was Miscavige hören wollte.

Die Church hob besonders eine eidesstattliche Erklärung vom 6. Juni 2009 hervor - nachdem die Times die Church über Rathbun befragt hatte - von einem Mitglied der Sea Org, deren Namen die Church geschwärzt hatte. Sie kritisierte Rathbun dafür, gewalttätig zu sein und beleidigend und eine Rolle bei dem kurz zurückliegenden Versuch ihrer Familie gespielt zu haben, sie aus Scientology rauszuholen.

Wie bei De Vocht, sind auch viele von Rathbuns Beichten durch ausführliches Lob von Miscavige gekennzeichnet. So schreibt er beispielsweise, der Anführer habe "Scientology eigenhändig errettet."

Scientologys Kader vom internationalen Management arbeitet und wohnt auf dem mehr als 2000 Quadratkilometer großen Grundstück in den öden Hügeln, die von Palm Strings aus betrachtet gegenüber dem Mount San Jacinto liegen.

2002 und 2003 habe Rathbun dort eine "Terrorherrschaft" errichtet, so Vertreter der Church, er habe sich als ein Ethik-Offizier ausgegeben, während Miscavige in Clearwater gewesen sei um rechtliche und andere Angelegenheiten zu handhaben. Sie sagen, der Anführer sei gegen Ende 2003 zurückgekehrt, habe Rathbun auf der Stelle herabgestuft und damit begonnen, seinen Unrat zu beseitigen.

Rathbun sagt, er sei fast die ganze Zeit in 2002 und 2003 von der Basis weg gewesen und habe sich um Klagen und andere sensible Angelegenheiten an Miscaviges Stelle gekümmert. Als er zur Basis zurückgekehrt sei, sei es Miscavige gewesen, der eine "Terrorherrschaft" errichtet habe.

Die Church sagte, Rathbun habe seine Bedeutung in Scientology übertrieben; sie sagen, dass er nach 1993 nie mehr einen Titel innehatte.

Rathbun wird jedoch in einem Scientology-Magazin aus dem Jahr 1998 als Hauptsprecher bei einer großen Veranstaltung in der Ruth Eckerd Hall genannt, bei der 3000 Scientologen anwesend waren. Im Magazin steht, er sei "Generalinspektor" der Entität gewesen, die für die Sicherung von Scientology zuständig ist. Ausserdem stellte die Church der Times ein Gerichtsdokument von März 2000 zur Verfügung, indem Rathbun als der "Director" derselben Entität erwähnt wird.

Wenn Rathbuns Verantwortungsbereich tatsächlich so eingeschränkt war, wie die Church meint, fragte die Times, wie schaffte er es dann, Leute dazu zu bringen, sich einer Herrschaft des Terrors zu fügen? Davis, der Sprecher der Church, explodierte.

"Er ist derjenige, der sagt, dass Dave Miscavige diese Leute geschlagen hätte", schrie Davis. "Und er sagt, dass Dave Miscavige genau die Leute geschlagen hat, die er geschlagen hat. Und das ist das, was mich anpisst. Weil dieser Kerl verflucht nochmal ein Bekloppter ist und ich muss nicht erklären wie oder warum er einer wurde oder wie das geschehen konnte.

"Tatsache ist, er sagt, David Miscavige hätte das getan, was er selbst getan hat ... Und jetzt werde ich etwas sauer. Bin ich sauer auf Sie? Nicht unbedingt. Aber ich bin verflucht nochmal angepisst von Marty Rathbun. Denn er weiss, dass er die Terrorherrschaft war."

Landung in Clearwater

Herbst 1975. Eine Gruppe, sie sich selbst die United Churches of Florida nannte, gab bekannt, das Fort Harrison Hotel von der Southern Land Development Corp. zu mieten, einer Firma, die das historische Gebäude kaufen wollte.

Niemand - nicht einmal die Anwälte des Verkäufers - konnten irgendetwas über die Southern Land herausfinden. Nichtmal eine Telefonnummer.

Als der Verkauf am 1. Dezember abgeschlossen wurden, bezahlte Southern 2,3 Million Dollar in bar für den repräsentativen Bau, in dem 50 Jahre lang Anwohner Hochzeiten oder Neujahrsparties gefeiert und städtische Ereignisse stattgefunden hatten.

Die Newcomer schlossen das Hotel sofort für die Öffentlichkeit. Uniformierte Wachen mit Schlagstöcken und Gummiknüppeln patroullierten vor dem Eingang.

Am 28. Januar 1976 kam ein PR Team aus Los Angeles nach Clearwater und gab bekannt, dass der wahre Käufer die Church of Scientology von Kalifornien sei.

Die Täuschung schreckte die schläfrige Stadt mit den wunderschönen Stränden auf. Der Bürgermeister von Clearwater, Gabe Cazares, war verärgert über die ausweichenden und damals groben Taktiken.

"Das Fort Harrison ist seit anderthalb Jahrhunderten hier und jetzt ist es zum ersten Mal wirklich ein Fort", beklagte er sich. "Es ist erschreckend."

Die Anwohner wurden nervös als sie hörten, dass Scientology eine Sekte mit einer kriegerischen Ader war. Sie hatte das Aussenministerium, die Steuerbehörde, die CIA, die LAPD verklagt - jede Behörde, die ihren Wünschen in die Quere gekommen oder sie abgelehnt hatte.

Warum hatte Hubbard Clearwater ausgewählt? Er hatte die Church jahrelang von einem Schiff aus geleitet, der Apollo und wollte jetzt eine "Land-Basis". Er schickte Kundschafter auf eine Mission: Findet ein großes Gebäude nahe einem guten Flughafen, in warmem Klima.

In die engere Wahl kamen ein Grundstück in Daytona Beach und auch das Fort Harrison.

Es sollte Scientologys "Flagschiff" werden. Hubbard schickte Anweisungen, wie "Flag" geleitet werden sollte, jeden Bereich betreffend, von den Vermarktungsplänen bis zur Körperpflege und der Kleidung der Staff-Mitglieder. Es würde "riesig, glänzend und sich selbst finanzierend" werden, schrieb Hubbard. "Ein Hotel mit einer Klasse, die das Waldorf Astoria alt aussehen lässt."

Hubbard ließ sich ein Motto für das Hotel als Warenzeichen eintragen: "Der freundlichste Ort auf der ganzen Welt."

Ein Jahrzehnt später starb er, aber es formte sich bereits die nächste Generation von Anführern in der Church.

Die Jungtürken

Hubbard nannte es "fair game". Diejenigen, die der Kirche schaden wollen, so Hubbard, "können ihres Eigentums beraubt werden oder durch jedes Mittel von jedem Scientologen verletzt werden ohne irgendwelche disziplinarischen Folgen für den Scientologen. Sie können reingelegt werden, verklagt oder zerstört."

Bürgermeister Cazares stellte Fragen über die neue Gruppe, die das Fort Harrison bewohnte, nannte sie eine Sekte, verklagte sie und wurde von ihr verklagt. Die Times und die Clearwater Sun stellten Untersuchungen an.

Scientologen folgte Hubbards Regelbuch und stellte den Feinden nach. Sie versuchten Cazares einen falschen Fall von Fahrerflucht unterzuschieben. Sie fingen die Mail der Times ab und beschuldigten den Vorsitzenden der Zeitung, Nelson Poynter, fälschlicherweise, ein CIA-Agent zu sein.

Im Frühling 1976 war Hubbard - der "Commodore" - dabei, seine Vision des Fort Harrison zu verwirklichen. Scientologen aus der ganzen Welt meldeten sich dort für lange Aufenthalte an. Sie gaben tausende für Beratung namens "Auditing" aus, welche das Ziel hat das Unterbewusstsein von negativen Erfahrungen zu befreien, was zu einem "höheren Zustand spiritueller Wahrnehmung" führt.

Mike Rinder, ein 20-jähriger Australier, war für das Hotel-Telex verantwortlich und sendete und empfing Meldungen von Scientology Niederlassungen weltweit.

David Miscavige, ein 16-jähriger aus einem Vorort von Philadelphia, verließ die Schule in der 10. Klasse an seinem Geburtstag in diesem April und begann im Fort Harrison zu arbeiten. Er bediente, servierte Essen und machte Bilder für Werbebroschüren.

Es dauerte nicht lange und der sehr selbstbewusste Miscavige gab Erwachsenen Anweisungen. Im Jahr 1977, nach nur 10 Monaten in Clearwater, wurde er nach Kalifornien versetzt, wo er der Commodore's Messenger Organization beitrat, einer geschätzten Gruppe von ungefähr 20, die "Missionen" übernahmen, die Hubbard ihnen erteilte.

Später in 1978 wurde Miscavige der Gruppe vorgesetzt, die Hubbards Zuhause auf einer Ranch in Südkalifornien umgestaltete. Teil dieser Gruppe war ein 21 Jahre alter ehemaliger College Basketball Spieler, der der Church ein Jahr früher in Portland beigetreten war.

Dreißig Jahre später sagt Marty Rathbun er könne sich das erste Mal vor Augen führen, als er den Boss im Teenageralter betrachtete, wie er herumstolzierte und "Befehle bellte". Kein Irrtum möglich, es war David Miscavige.

Die frühen Machtspiele

Mitte der 1970er Jahre stellte die Steuerbehörde IRS einen Typisten namens Gerald Bennett Wolfe an. Was sie nicht wussten, war, dass er ein Spitzel von Scientology war - Codename "Silver".

Er brach in das Büro eines Anwalts im IRS Hauptquartier in Washington ein und kopierte monatelang Regierungsdokumente, mithilfe des Guardian's Office, des heimlichen nachrichtendienstlichen Arms der Church.

Das IRS hatte ungefähr 10 Jahre zuvor Scientologys Steuerbefreiungsstatus aufgehoben und meinte, es sei ein gewerblicher Betrieb. Scientology wehrte sich, hielt Steuerzahlungen zurück, ließ seine Anwälte von der Leine und benutzte Silver um die Behörde zu unterwandern.

Doch seine Undercovermission ging nach hinten los. Am 8. Juli 1977 durchsuchte das FBI die Scientology-Hauptquartiere in Washington und L.A. und beschlagnahmte Einbruchwerkzeuge, Überwachungsausrüstung und 48.000 Dokumente.

Im Oktober 1978 wurden Hubbards Ehefrau, Mary Sue, die das Guardian's Office geleitet hatte und 10 weitere Scientologen wegen Verschwörung zum Stehlen von Regierungsdokumente oder Behinderung der Justiz verurteilt. Ihr Mann, der als nicht-angeklagter Mitverschwörer benannt wurde, zog sich auf seine Ranch nahe La Quinta in Kalifornien zurück.
Zu dieser Zeit waren zwei der jungen Männer von der Umbaugruppe vertraute Helfer des im selbst gewählten Exils lebenden Gründers der Church geworden. Rathbun transportierte Hubbards Post und Nachrichten; Miscavige war sein "action chief".

Im Januar 1981 bat Miscavige Rathbun, ihn auf eine Reise zum Super Bowl zu begleiten. Während sie in acht Stunden Schichten von L.A. nach New Orleans fuhren, lernten sie sich unterwegs kennen.

Später in diesem Jahr gab Hubbard Miscavige eine kritische Aufgabe: Das Lösen der Probleme durch die Massen von Klagen und Ermittlungen, die die Church bedrohten. Miscavige wählte Rathbun und drei andere aus, um ihm bei dieser Aufgabe zu helfen.

Rathbun sagt, er habe sechs Monate damit verbracht, die Fälle nach Wichtigkeit zu ordnen und Strategien zu entwickeln.

"Ich stellte Einheiten zusammen, um Fälle zu handhaben, eine in Clearwater, eine in New York, eine in Boston, eine in Toronto", sagte er. "Sie waren mir untergeordnet. Ich wurde gewissermaßen zum Verantwortlichen für die rechtlichen Operationen."

Unterdessen entledigte sich Miscavige interner Rivalen und baute seine Macht aus. Im Alter von 21 Jahren überredete er Hubbards Frau dazu, zurückzutreten.

Es schadete nicht, Hubbards Unterstützung zu haben. Sein Sohn hatte eine Klage eingereicht, in der er behauptete, dass die Firma, die für Hubbards Vermögen verantwortlich war und von Miscavige geleitet wurde, sein Vermögen absaugen würde. Hubbard antwortete mit einer Erklärung, er habe "uneingeschränktes Vertrauen in David Miscavige, der seit langen Jahren ein hingebungsvoller Scientologe ist, ein enger Vertrauter und ein guter Freund von mir."

Rinder seinerseits wurde ein enger Vertrauter des hervorstrebenden Anführers. Miscavige zog seine Kindheitsbekanntschaft aus Clearwater ab, um dabei zu helfen, das Guardian's Office aufzulösen, jene Abteilung von Scientology, die die IRS Akten gestohlen hatte und andere Vergehen begangen hatte.

Er setzte Rinder als Chef des neuen internationalen Office of Special Affairs [Büro für spezielle Angelegenheiten] ein. Teil von Rinders neuem Job war es, veränderte Aussagen über Scientology zu verbreiten: Die neuen Anführer der Church seien erschüttert über die dreckigen Tricks des Guardian's Office. Sie sagten, dass dies nicht das sei, worum es in Scientology ginge.

Übertrumpfen der Rivalen

Am 27. Januar 1986 versammelten sich tausende Scientologen im Hollywood Palladium in Los Angeles, wo ein ernster Miscavige die Nachricht überbrachte: Der Gründer war zu einem neuen Level der Forschung übergegangen, das "in einem exteriorisierten Zustand vollzogen wird ... vollständig ausserhalb des Körpers."

Mit 74 Jahren war L. Ron Hubbard gestorben.

Miscavige reichte das Mikrophon an den Anwalt der Church Earle Cooley weiter, der Miscavige nicht namentlich erwähnte, aber dabei half, seine Rolle als späterer Anführer zu zementieren. Cooley enthüllte, dass Hubbard, der an einem Herzinfarkt gestorben war, den Großteil seines Vermögens Scientology vermacht hatte und letzte Instruktionen gegeben hatte, die "der ultimative Ausdruck seines Vertrauens in das Management der Kirche" waren.

Er hinterließ keinen ausdrücklichen Nachfolgeplan und ließ damit die Frage offen, wer die Church führen würde.

Monate später übernahmen Miscavige, Rathbun und noch ein leitendes Mitglied die Kontrolle über das Religious Technology Center [Religiöses Technologiezentrum], das RTC, welches Hubbard als die höchste geistliche Einrichtung in der Church geschaffen hatte. Sie entließen die Mitarbeiter und übten Druck auf den Vorstand der Abteilung aus, so dass er ging.

Miscavige wurde Vorstandsvorsitzender des RTC, ein Titel, den er immer noch trägt. Rathbun nahm den hochrangigen Posten des Generalinspektors für Ethik an.

Die letzten Rivalen, was die Kontrolle in Scientology anging, waren Pat und Annie Broeker, die Hubbard in seinen letzten Jahren geholfen hatten. Der Gründer hatte sie auf den Status "loyaler Offiziere" angehoben, ein höherer Status als der, den Miscavige als Captain innehatte.

Die Broekers verfügten auch über Hubbards letzte Schriften, die hochgeschätzten höheren Level des Scientology-Auditing, die er per Hand verfasst hatte, als er zurückgezogen lebte. Für eine Kirche, die zu einem Großteil von Auditing-Gebühren abhing, waren die Papiere eine Goldmine nicht nur spiritueller, sondern auch finanzieller Natur. Miscavige wollte sie.

Rathbun enthüllt, was sie taten:

Am Tag als Pat Broeker und Miscavige quer übers Land flogen, um Anwälte der Church in Washington zu treffen, platzierte Rathbun ein Team von ungefähr 20 Mann ausserhalb der Ranch der Broekers in Barstow, Kalifornien.

Während eines Zwischenstopps in Chicago rief Miscavige Rathbun an und gab ihm das Signal die Verwalterin der Ranch anzurufen. Rathbun erzählte ihr, dass Miscavige und Rathbun mit folgender Nachricht angerufen hätten: Das FBI wolle die Ranch in zwei Stunden durchsuchen. Wenn sie Hubbards Papiere nicht rausholen würden, wären sie für immer verloren.

Die Frau ließ Rathbun und seine Leute rein.

"Es funktionierte perfekt", sagte er.

Miscaviges Aufstieg war vollzogen. Mit 26 stand niemand mehr in Scientology über ihm.

Für Rathbun ist das entscheidende an der Geschichte, dass Miscavige sich seinen Weg an die Spitze gewunden hat und er nicht der Auserwählte war. Doch Scientologen glauben, er sei gesalbt worden. "Und wenn sie das glauben, sind sie bereit, beinahe alles zu tun."

Es war bei einem Gespräch Tage nachdem sie Hubbards letzte Schriften in die Hände bekommen hatten, als Rathbun, wie er sagt, erkannte, dass Miscavige sich selbst nicht als politischen Aufsteiger, sondern als einen auserwählten Anführer betrachtete.

Miscavige schien sich vor dem Ausmaß seiner neuen Verantwortlichkeiten zu fürchten, also versuchte Rathbun ihn aufzumuntern. "Ich sagte, dass mein Basketball-Trainer in der High School immer diese inspirierenden Sprüche benutzte. Einen, von Darrell Royal von den Texas Longhorns, habe ich mir gemerkt. Er sagte 'Ich mache mir keine Gedanken darüber, einen Anführer zu wählen. Er wird zum Vorschein kommen.' "

"Das sind falsche Daten!" rief Miscavige als Antwort.

Rathbun sagte: "Er wies das so schnell zurück. Junge, als ich nahelegte, er sei etwas anderes als bestimmt dafür, ging er mich sofort an."

Scientology gegen das IRS

In den späten 1980er Jahren hatte sich das Duell mit dem IRS beruhigt im Vergleich zu den wilden Zeiten von Einbrüchen und Anklagen. Doch Miscavige wollte immer noch genauso sehr die Steuerbefreiung für die Church zurück, [welche er für geeignet hielt], Scientology legitimer zu machen.

Die neue Strategie war, Rathbun zufolge, das IRS zu überwältigen. Es zu Fehlern zwingen.

Die Church reichte mehr als 200 Klagen gegen das IRS ein, fragte Dokumente an, um Belästigung durch das IRS zu beweisen und stellte die Weigerung der Behörde infrage, den Einrichtungen der Church eine Steuerbefreiung zu gewähren.

Ausserdem verklagten ungefähr 2.300 einzelne Scientologen die Behörde und forderten Steuerermäßigung für ihre Beiträge.

"Bevor man sich's versah wurden aus diesen simplen Klagen ... richtig große Rechtsstreitigkeiten", so Rathbun.

Der Washingtoner Anwalt William C. Walsh, der zur Zeit der Church dabei hilft, die Behauptungen der Aussteiger zurückzuweisen, betreute viele dieser Fälle. "Wir wollten dem auf den Grund gehen, was wir als Diskriminierung empfanden" sagte er. "Und wir erhielten einen Haufen Dokumente, Beweisstücke, die das nachwiesen."

"Man kann sagen, dass es zu Beginn eine Menge Mistrauen auf beiden Seiten gab und Verdächtigungen", so Walsh. "Wir mussten das aus dem Weg räumen und unter Beweis stellen, wer wir waren und was für eine Art Leute wir waren."

Yingling setzte sich zusammen mit Walsh, Miscavige und Rathbun an den Fall. Sie sagte, dass die IRS-Untersuchung über Miscavige zu einer Akte führte, die dicker gewesen sei als die Akte des FBI über Martin Luther-King. "Ich meine, das war doch Wahnsinn" sagte sie.

Die Church erhöhte den Druck mit einer nicht nachlassenden Kampagne gegen die Steuerbehörde.

Bewaffnet mit IRS Unterlagen, die durch das Informationsfreiheitsgesetz erhalten wurden, standen in Scientologys Magazin "Freedom" Geschichten über angebliche Misbräuche im IRS: Verschwenderische Ausflüge auf Kosten des Steuerzahlers; das Setzen von Quoten für Überprüfungen individueller Scientologen; kleine Betriebe, die das Ziel von Steuerprüfungen wurden, während Firmen mit politischen Verbindungen übersehen wurden.

Scientologen verteilten das Magazin auf den Stufen vor dem IRS-Gebäude in Washington.

Eine Gruppe namens Nationale Koalition für IRS-Whistleblower führte ihre eigene Kampagne. Was viele nicht wussten, war, dass sie im Stillen von Scientology gegründet und finanziert wurde.

Es war ein zermürbender Krieg, in dem Scientology dazu bereit war, keine Ausgaben zu scheuen, die nötig waren, um die Bundesbehörde zu besiegen. "Ich dachte nichtmal ans Geld", so Rathbun. "Wir taten, was immer nötig war."

Sie wussten auch, dass die andere Seite in Schwierigkeiten war. Ein Memo, das die Church erhielt, besagte, dass die Klagen von Scientology das Klagebudget des IRS vor Ende des Jahres aufgebraucht hatten.

Die Church verwendete andere Schriftstücke gegen die Behörde, die sie vom IRS erhalten hatte.

In einem von ihnen, wies das Justizministerium das IRS dafür zurecht, unhaltbare Standpunkte in Gerichtsverfahren gegen Scientology vertreten zu haben. Das Ministerium meinte, es fürchte zusammen mit dem IRS "hinabgesogen" zu werden und beschädigt zu werden.

Ein anderes Memo dokumentierte eine Konferenz von 20 IRS Vertretern in den 1970er Jahren. Sie versuchten herauszufinden, wie sie auf eine Gerichtsentscheidung reagieren sollten, in der es hieß, dass Scientology der Behördendefinition einer Religion entsprach. Die Lösung des IRS? Sie redeten darüber, die Definition zu ändern.

Rathbun nennt es die "Endlösungs"-Konferenz, ein Treffen, das die Vorurteile des IRS gegen Scientology dokumentiere. "Wir haben das danach gegen sie - keine Ahnung wie oft - verwendet" so Rathbun.

1991 hatte Miscavige genug von dem rechtlichen Gerangel. Er war zuversichtlich, das IRS persönlich zum Einlenken bewegen zu können. In diesem Oktober betraten er und Rathbun das IRS Hauptquartier in Washington und baten um ein Treffen mit dem Chef des IRS, Fred Goldberg. Einen Termin hatten sie nicht.

Goldberg, der nicht auf Interviewanfragen zu diesem Artikel reagierte, traf sie nicht an diesem Tag, jedoch eine Woche später.

Rathbun sagt, dass entgegen anderslautenden Gerüchten, keine Bestechungsgelder gezahlt worden seien und auch keine Erpressung stattgefunden habe. Es war die dauernde Vorbereitung und das Durchhaltevermögen - und tausende Klagen, harte Artikel in Magazinen und ganzseitige Anzeigen in USA Today, die das IRS kritisierten.

"Das reichte aus", sagte Rathbun. "Man brauchte keine Erpressung."

Er und Miscavige bereiteten sich ohne Unterlass auf ihr Treffen vor. "Ich sitze da mit drei großen Boxen voller Dokumente. Er (Miscavige) hat diese 20-seitige Rede, die er diesen Jungs vortragen will. Und für jeden Satz habe ich zwei Ordner" unterstützendes Material.

Miscavige brachte das Argument vor, dass Scientology eine genuine Religion sei - und bot dann einen Ölzweig an.

Rathbun erinnert sich an das wesentliche der Worte des Anführers an das IRS:

Seht mal, wir können das einfach beenden. Das ist nicht der Zweck der Church. Wir versuchen nur, uns zu verteidigen. Und das ist unsere Art, uns zu verteidigen. Wir verteidigen uns aggressiv. Wenn wir uns zusammensetzen können und uns wirklich mit den Vorteilen befassen können, das bekommen, was uns auch tatsächlich zusteht, dann kann all das vorbei sein.

Beide Seiten zogen sich zurück.

Rathbun erinnerte sich: "Draußen auf dem Gang kommt Goldberg zu mir, denn er sieht, ich bin die rechte Hand. Er meint: 'Meint er das ernst? Können wir das wirklich abstellen?'"

"Und ich sagte", eine Handbewegung zur Verdeutlichung, "so wie einen Wasserhahn."

Beide Seiten begannen mit Gesprächen. Yingling sagte, sie habe die Anführer der Church gewarnt, sich zu wappnen und ihnen den Ratschlag gegeben, jede Frage zu beantworten, egal wie unhöflich sie auch sei.

Die Beamten fragten nach einigen bizarren Dingen: Über LSD Initiationsrituale, ob Mitglieder erschossen würden, wenn sie aus der Reihe tanzten und über Training für Terroristen in Mexiko. "Wir beantworteten alles", so Yingling, die Miscavige dafür lobte, dass er darauf bestanden habe, dass die Church offen, ehrlich und kooperativ gewesen sei.

Das Hin und Her dauerte zwei Jahre und endete mit dieser Einigung: Die Church bezahlte 12,5 Millionen Dollar. Das IRS ließ strafrechtliche Ermittlungen fallen. Alle laufenden Verfahren wurden eingestellt.

Am 8. Oktober 1993 versammelten sich ungefähr 10.000 Mitglieder der Church im Sportstadion von Los Angeles um die Verkündung des Anführers zu feiern: Das IRS hatte die Steuerbefreiung der Church wieder eingesetzt, Scientology als Kirche legitimiert, als eine nicht profitorientierte Unternehmung.

"Der Krieg ist vorbei", sagte Miscavige der Menge. "Das bedeutet alles."

Erholung auf der Freewinds

Die Euphorie war von kurzer Dauer. Als die Steuerverfahren vorbei waren wurden Gerichtsakten öffentlich. Zeitungen wollten wissen, warum Miscavige und seine Frau zusammen ungefähr 100.000 Dollar verdienten, während zu dieser Zeit Church Staff-Mitglieder nur 50 Dollar die Woche verdienten. Miscavige war wütend und wurde noch wütender als Rathbun meinte, dass das eine unwichtige Geschichte sei.

Kurz danach kam Miscaviges Frau, Michelle, in Rathbuns Büro und entfernte, ohne ein Wort zu sagen, die goldenen Streifen für seinen Rang als Captain von seiner Sea Org Uniform. Miscavige nannte ihn einen SP, eine unterdrückerische Person und Rathbun musste gegenüber seinen eigenen Mitarbeitern seine Sünden beichten.

Rathbun war fertig. "Ich sagte mir selbst: Weisst Du was? Das wars. Was mache ich hier?"

Aus dem Safe seines Büros nahm er drei Stücke Gold, die jeweils eine Unze schwer und 500 Dollar wert waren, zog sich eine Bomberjacke über, aß in der Messe Frühstück und fuhr nach Osten nach Pensacola, um einen Freund zu besuchen. Miscavige machte ihn ausfindig und arrangierte ein Treffen in New Orleans.

"Er flehte mich an, zurückzukommen", erinnerte sich Rathbun und fügte hinzu, dass Miscavige ihm das Zuckerbrot eines zweijährigen Aufenthalts auf der Freewinds anbot, einem Kreuzfahrtschiff von Scientology an dem Mitglieder das höchste Level an Beratung erfahren während sie durch die Karibik segeln.

Rathbun meinte, Miscavige habe ihm gesagt:

Du hast hart gearbeitet, Du verdienst eine Belohnung. Geh und verbring Zeit auf dem Schiff. Komm zu Dir, finde das wieder, wofür Du die Church ursprünglich geliebt hast. Verbessere Deine Fähigkeiten und komme als der beste Auditor der Welt zurück.

Das war genau das, was Rathbun brauchte: "Ich hätte nicht dankbarer sein können."

Ende 1993 kam er an Bord der Freewinds. Er erledigte vereinzelt Arbeiten, verschlang Hubbards Schriften und verbrachte 8 bis 10 Stunden täglich damit, Beratung und Training zu erhalten, um ein Auditor zu werden.

Nach zwei Jahren auf See meldete er sich in Clearwater, bei Flag, wo die Church ihre besten Auditoren hat und die höchsten Trainingslevel anbietet. Doch die Qualität des Auditing hatte nachgelassen. Es war Rathbuns Aufgabe, sie wieder nach oben zu bringen.

Gegen Ende des Sommers 1995 verließ eine Frau ein Auditing-Zimmer im Fort Harrison Hotel, hob beide Arme über ihren Kopf und rief glücklich etwas aus - ein Bruch des Protokolls, das absolute Stille auf dem Flur vor Auditingräumen erfordert.

"Wer ist das?" fragte Rathbun einen Supervisor.

"Das ist Lisa McPherson."

Last edited by indeedindeed; 06-26-2009 at 01:09 PM..
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